06.04.2026  |  Im Browser lesen
Universität Zürich
CHESS
Newsletter März 2026

Liebe CHESS-Interessierte,

manche Nachrichten teilt man am liebsten gleich am Anfang: Wir sind für weitere vier Jahre als Kompetenzzentrum der Philosophischen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bestätigt worden. Das heisst: Wir können unsere Arbeit in Forschung, Weiterbildung, Beratung und Veranstaltungen bis Ende 2029 fortsetzen - und freuen uns sehr.
Auch aus der Weiterbildung gibt es gute Nachrichten: Unser CAS Leadership und Governance an Hochschulen ist bereits im zehnten Jahr. Der 11. Durchgang ab September 2026 ist ausgeschrieben, Bewerbungen sind wieder möglich. Anfang Juni feiern wir zudem mit Alumni, Dozierenden und dem Team im Hintergrund im CHESS-Garten. Das H.I.T.-Programm 2026 ist mit einem Kick-off in Genf erfolgreich gestartet. Die UZH Leadership and Governance Academy blickt auf einen gut besuchten 5. Führungsdialog zum Generationenwechsel zurück; im September 2026 findet zudem der zweitägige Grundlagenkurs „Professionelle Führung in der Wissenschaft“ zum fünften Mal statt.
In der Forschung sind neue Publikationen zur digitalen Transformation von Wissenschaft und Hochschulen erschienen – sowie zu Fragen des wissenschaftlichen Publizierens und der Sichtbarkeit von Forschung, unter anderem im Kontext von eLife und des swissuniversities-Projekts NAIF.
In der Beratung bestimmen aktuell ein externes und ein internes Mandat unsere Arbeit: Für swissuniversities begleiten wir die Arbeiten an der Gesamtschweizerischen Hochschulpolitischen Koordination 2029–2032.
Innerhalb der UZH haben wir einen Workshop zur Weiterentwicklung der Evaluationspraxis durchgeführt.
Und zuletzt noch ein Veranstaltungshinweis: Am 9. April findet die nächste Lecture statt - eine UZH Leadership and Governance Academy lecture von Bernd Kleimann zu „Quo Vadis Hochschulgovernance – Wertezentrierung als Antwort auf die veränderte Lage der Hochschulen in der Gesellschaft“. Wir freuen uns auf den Austausch!

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre – und wie immer: Wenn Sie Fragen, Ideen oder Diskussionsbedarf haben, melden Sie sich gern.

Herzlich!

Mike S. Schäfer Katja Rost Bernhard Nievergelt

 


Rückblick auf die Konferenz für Geschäftsführende und Kadermitarbeitende der UZH vom 20. Januar 2026

Das CHESS hat im Auftrag und zusammen mit dem Generalsekretariat der UZH diese Konferenz – kurz GEKAD – konzeptuell vorbereitet und organisatorisch umgesetzt. Die knapp 150 Teilnehmenden haben sich zur Begrüssung in der Aula eingefunden und sich dann in sechs thematischen Workshops in kleineren Gruppen ausgetauscht:
Rollenverständnis Informationsfluss
Laufbahn und Karriere Weiterbildung und Vernetzung
Onboarding neuer Führungskräfte Standardisierung und Diversität

Die Resultate wurden schliesslich in der Aula vorgestellt und von allen Teilnehmenden auch bewertet. Die Konferenz wurde mit einem Marktplatz der strategischen Projekte der UZH, Musik und einem feinen Essen im Lichthof abgeschlossen.

Forschung

Neue Publikation zur digitalen Transformation der Wissenschaft

Der Beitrag "Educational Entrepreneurship and Digital Strategies: Constructing Organizational Actorhood in Swiss Universities“ von Philippe Saner und Luca Tratschin entstand im Rahmen des NFP 77 zur digitalen Transformation von Hochschulen und Wissenschaft und untersucht die Strategien und organisationalen Aktivitäten von vier Schweizer Universitäten in Bezug auf digitale Transformation. Basierend auf Dokumentenanalysen und qualitativen Interviews zeigt ihre Analyse, dass digitale Strategien neue Möglichkeiten eröffnen, was es strategisch handelnden Akteuren (sog. educational entrepreneurs) ermöglicht, ihre Interessen zu verfolgen und Allianzen zwischen verschiedenen Fachbereichen, Universitätsleitungen und professionellen Gruppen im Third Space zu schmieden.

Die Ergebnisse dieser Bemühungen variieren jedoch erheblich, je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen und institutionellen Machtverhältnissen, was den Handlungsspielraum für solche Akteure erheblich erweitern oder einschränken kann.

Wissenschaftliches Veröffentlichen ohne finale Entscheidung? – Empirische Ergebnisse zu elife

Innerhalb der Peer-Review-Forschung wird immer wieder die mangelnde Güte des Peer Reviews als Entscheidungsgrundlage (z.B. Journal-Publikationen) diskutiert. Das international renommierte Journal elife aus dem Bereich "Life Science", zog 2023 daraus die Konsequenz und verzichtete ganz auf finale Entscheidungen. Alle Einreichungen, die die Minimalanforderungen erfüllen, gehen in die Begutachtung und werden anschliessend publiziert. Die ersten empirische Ergebnisse wurden nun von Rüdiger Mutz (CHESS) und seinen Koautoren Lutz Bornmann und Hans-Dieter Daniel veröffentlicht. So zeigen beispielsweise die Urteile der Gutachterinnen und Gutachter wie im traditionellen Peer-Review-System geringe Übereinstimmungen (siehe "intraclass correlation" in der Abbildung). Der Beitrag "Scientific publishing without gatekeeping: an empirical investigation of eLife’s new peer review process" ist öffentlich verfügbar.

Erhöhung der Sichtbarkeit Schweizer Forschung - das swissuniversities-Projekt NAIF

Mit dem Projekt NAIF ("National Approach for Interoperable repositories and Findable research results") soll der Schweizer Forschungsoutput besser auffindbar und sichtbarer gemacht werden. Das von swissuniversities finanziell unterstützte Projekt steht unter Federführung der ETH Library mit dem Projektleiter und neuem CHESS-Leitungsausschuss-Mitglied Dr. David Johann. Es läuft noch bis Ende des Jahres. Das CHESS beteiligt sich an NAIF mit einer Co-Leadership (Rüdiger Mutz) im Arbeitspaket "Responsible use of quantitative indicators". Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Weiterbildung

Der CAS Leadership und Governance an Hochschulen feiert 10 Jahre und erfindet sich ein Stück weit neu – der 11. Lehrgang ab September 2026 ist ausgeschrieben!

Nach zehn Jahren mit 236 Absolvent:innen feiern wir anfangs Juni diesen langjährigen und bis heute erfolgreichen Lehrgang im CHESS Garten. Eingeladen sind alle bisherigen Teilnehmer:innen, die Dozierenden und die Enabler:innen im Hintergrund. Gleichzeitig verabschiedet sich Klaus Jonas als Studiengangdirektor und Verantwortlicher für das Modul Leadership und Bernhard Nievergelt als Studiengangleiter. Das ist auch der Moment, den Lehrgang etwas neu auszurichten und – wie im Programm zu sehen – ganz neue Elemente wie ein Capstone-Modul anzubieten. Neu wird der CAS von Prof. Dr. David Seidl und Prof. Dr. Mike Schäfer verantwortet. Dr. Isabelle Odermatt übernimmt die Studiengangleitung.


H.I.T. Programm 2026 – Erfolgreicher Start

Vom 5. bis 6. Februar fand der Kick-off im Campus Biotech in Genf statt. Mit inspirierenden Inputs und einem lebhaften Austausch zwischen den 28 Teilnehmerinnen – Professorinnen aller Schweizer Universitäten – wurde der Auftakt zu einem vielseitigen Programmjahr gesetzt. Die Agenda läuft bis Oktober (Abschlussevent in St. Gallen) und umfasst mehrere Aktivitäten, darunter das Highlight-Event im Juni in Lugano. Mehr dazu folgt bald auf der H.I.T.-Webseite.

H.I.T. Alumnae

Nach dem erfolgreichen Workshop mit dem SNF im November 2025 in Bern startete das Jahr 2026 mit einer dreiteiligen Online-Serie im Januar. Weitere Events folgen.

UZH Leadership and Governance Academy

5. UZH Führungsdialog
Am 27. Januar 2026 fand der 5. UZH Führungsdialog zum Thema "Die Boomer gehen – Generationenwechsel an der UZH" statt. 
Nach einleitenden Worten des Rektors zur bevorstehenden Emeritierungswelle an der UZH sowie einer Präsentation zentraler Ergebnisse aus dem Projekt "Strategische Professurenplanung" teilten auch verschiedene Dekan:innen und Institutsleitende ihre Perspektiven. Sie zeigten auf, welche Chancen und Herausforderungen der Generationenwechsel auf Fakultäts- und Institutsebene mit sich bringt.
Wir freuen uns, dass mit der Universitätsleitung und den Dekan:innen knapp 80 Professor:innen die Gelegenheit nutzten, sich gemeinsam zu diesem wichtigen Thema auszutauschen und Fragen rund um den Generationenwechsel zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen dazu, wie die UZH den Generationenwechsel strategisch gestalten kann, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus ergeben und wie gesamtuniversitäre, fakultäre und disziplinäre Perspektiven in der Professurenplanung bestmöglich zusammengeführt werden können.

Leadership Program for Professors 

Am 11. und 12. September 2026 findet bereits zum fünften Mal der zweitägige Grundlagenkurs "Professionelle Führung in der Wissenschaft" statt – ein zentraler Baustein des Leadership-Programms für Professor:innen der UZH. Der Kurs bietet die Gelegenheit, das eigene Führungsverhalten zu schärfen, neue Impulse für den Umgang mit komplexen Führungssituationen zu erhalten und sich mit anderen Professor:innen über gute Führung im akademischen Kontext auszutauschen. Aktuell läuft die Anmeldefrist.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre.

Beratung

Beratungsmandate und hochschulpolitische Koordination 2029–2032

Im Bereich Beratung bestimmen zurzeit das externe Mandat von swissuniversities und das interne Mandat der Universitätsleitung den Arbeitsplan. In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Hochschulpolitik der Geschäftsstelle von swissuniversities ist Christian Leder auch im neuen Jahr stark mit der Arbeit am Text für die Gesamtschweizerische Hochschulpolitische Koordination 2029-2032 beschäftigt. Swissuniversities wird das Papier im Mai 2026 der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) abgeben. Im Februar 2026 ging der Entwurf durch eine zweite Lesung in den Gremien von swissuniversities. 

Workshop zur Weiterentwicklung der Evaluationspraxis der UZH

Im Rahmen des internen Mandates konnte im Februar im Pavillon an der Künstlergasse ein Workshop mit Expertinnen und Experten zur Weiterentwicklung der Evaluationspraxis an der UZH mit Blick auf den 4. Zyklus durchgeführt werden. Daran nahmen die Vize-Rektorin Gabriele Siegert und Martin Soland, der Leiter der Evaluationsstelle teil. Durchgeführt wurde der Workshop vom CHESS unter Leitung von Thomas Widmer. Zurzeit werden die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst, der als Diskussionsgrundlage für die Universitätsleitung mögliche Entwicklungsszenarien und Empfehlungen festhält. 
Veranstaltungen

UZH Leadership and Governance Academy lecture "Quo Vadis Hochschulgovernance?"
9. April, 17:15-19:00 | KOL-F-104, Hauptgebäude UZH |  Flyer | Webseite | Anmeldung 

Die Lage der Hochschulen in der Gesellschaft hat sich verändert. Das New Public Management (NPM) als Leitidee der Hochschulreform war prägend. Doch nun hat es längst seinen Zenit überschritten. Was nun? Ist Wertezentrierung, bei der zahlreiche "alte" und "neue" Werte, deren Umsetzung von den Hochschulen erwartet und mit Hilfe verschiedener Governancemechanismen forciert wird, die Antwort darauf? Prof. Dr. Bernd Kleimann geht diesen Fragen in seiner Lecture "Quo Vadis Hochschulgovernance – Wertezentrierung als Antwort auf die veränderte Lage der Hochschulen in der Gesellschaft" auf den Grund. Moderiert wird der Abend von CHESS-Mitglied Prof. Dr. Otfried Jarren. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Podcasts der CHESS lectures vom Herbst

CHESS lecture "Geopolitische Herausforderungen für Schweizer Wissenschaft und Hochschulen", Prof. Dr. Stefanie Walter, 23. Oktober 2025

CHESS lecture "Frauen in der Philosophie: Studiensituation und Karriereperspektiven", Prof. Dr. Catherine Herfeld, 27. November 2025

Alle Informationen zu kommenden wie auch vergangenen Veranstaltungen finden Sie auch auf unserer ⇲Website.
Personelles
Geschäftsstelle

Auf Wiedersehen Caroline Ingold

Seit dem 1. September 2023 war Caroline als Studentische Hilfskraft ein geschätztes Mitglied unseres CHESS-Teams. Auf Ende März verlässt sie das CHESS. Sie unterstützte das NFP 77 Projekt "Digitale Strategien: Hochschulen und Disziplinen als Agenten des Wandels?" sowie das Projekt "Aufbau eines Netzwerkes Forschung zum Schweizer Hochschulraum". Vielen Dank für deine wertvollen Inputs, die spannenden Gespräche und natürlich deine tatkräftige Arbeit. Wir wünschen dir nur das Beste und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.

Auf Wiedersehen Nuria Piller

Nuria hat ihren Master of Applied Information and Data Science abgeschlossen und geht nun auch beruflich weiter. Somit endet ihre Zeit beim CHESS, wo sie im Sommer 2022 anfing, die Arbeiten im Bereich „Diversität und Chancengleichheit" zu unterstützen sowie das CHESS durch ihre Kommunikationsarbeit nach aussen zu tragen. Wir danken dir für deinen Überblick über unsere vielen Projekte, deine geschätzten Beiträge in jenen Projekten und deinen Teamgeist. Auch dir natürlich nur das Beste und viel Erfolg bei deinen nächsten Schritten.

Willkommen Jessica Rusch

Seit Mitte Januar 2026 übernimmt Jessica als studentische Hilfskraft die Arbeiten der CHESS-Kommunikation von Nuria. Sie studiert im Bachelor an der UZH Kommunikationswissenschaft und Medienforschung im Major und Filmwissenschaft im Minor.

Neues Leitungsausschuss-Mitglied: Dr. David Johann

Herzlich willkommen im Leitungsausschuss! Dr. David Johann ist bereits ein langjähriges CHESS-Mitglied. Nun freuen wir uns, ihn auch als neues Leitungsausschussmitglied in einem 3-Fragen-Interview vorstellen zu können:
Was ist dein Hintergrund?

Ich bin Sozialwissenschaftler und habe lange interdisziplinär an der Schnittstelle von Soziologie, Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft gearbeitet. 2015 bin ich zur Hochschul- und Wissenschaftsforschung gekommen, als ich an das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung wechselte – und die Hochschul- und Wissenschaftsforschung hat mich seither nicht mehr losgelassen. Auch in meiner aktuellen Funktion als Sektionsleiter an der ETH-Bibliothek fasziniert mich, wie Wissenschaft funktioniert und wo Gestaltungsspielräume für Verbesserungen liegen.
Was ist dir bei der Hochschul- und Wissenschaftsforschung wichtig?

Wichtig ist mir, dass die Hochschul- und Wissenschaftsforschung praxisorientiert ist. Sie sollte von den relevanten Stakeholdern wahrgenommen werden. Es nützt meines Erachtens wenig, wenn wir relevante Ergebnisse produzieren, diese jedoch keine praktischen Konsequenzen haben. Daher versuche ich, relevante Stakeholder im Rahmen von Veranstaltungen wie etwa Workshop in die Diskussion mit einzubeziehen.
Was sind die Aufgaben eines Mitglieds des Leitungsausschusses?

Als Mitglied des Leitungsausschusses möchte ich zur strategischen Weiterentwicklung von CHESS beitragen, die Wissenschaftsforschung in der Schweiz stärken und den Wissenstransfer zwischen Forschung sowie Hochschulleitungen und Einrichtungen der Forschungsunterstützung fördern.

Neues assoziertes Mitglied: Dr. Viktoria Cologna

Dr. Viktoria Cologna leitet seit September 2025 die Gruppe Climate and Societal Change am Departement für Umweltsozialwissenschaften bei der ETH-Forschungsanstalt eawag. Sie promovierte 2021 an der ETH im Bereich Umweltpsychologie, bevor sie zwei Jahre (2022–2023) als Postdoktorandin an der Harvard University tätig war. Dort leitete sie die Many Labs Studie "Trust in Science and Science-Related Populism" (TISP). Zwischen 2024 und 2025 war sie Postdoktorandin an der ETH, der UZH und Fellow am Center for Advanced Studies SOCRATES an der Leibniz Universität Hannover sowie am Collegium Helveticum, dem Swiss Institute for Advanced Study.

Viktoria ist CHESS-Mitglied, weil: “As a researcher committed to understanding the role of scientists and scientific institutions in society and policy, I believe that the goals of CHESS align closely with my academic ambitions and interests. As a member, I would meaningfully contribute to CHESS through research, advising academic, political, and societal stakeholders, and media engagement and outreach in Switzerland and beyond."

CHESS — Center for Higher Education and Science Studies
Plattenstrasse 54
8032 Zürich

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